Wie stark ist Vincent Keymer? – Dirk Poldauf berichtet

In der Deutschen Schachzeitung „SCHACH“ 4/2015 berichtet Redakteur Dirk Poldauf über die jüngeren Erfolge des 10-jährigen deutschen Schachtalents Vincent Keymer. Auch Partien vom Pfalz-Open in Neustadt sind veröffentlich und kommentiert. Wenn der von Vincent bezwungene Großmeister Mathias Womacka schreibt „Vincent ist definitiv das größte Talent, das ich je gesehen habe….“ (Zitat), dann weckt das Hoffnungen. Im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar lebend erinnert man sich unwillkürlich an die Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker und an den Tennisboom, den beide in Deutschland und weltweit ausgelöst haben. Nimmt man die Förderstrukturen in Deutschland – an die Mittelkürzungen für Schach durch das Ministeriums des Innern sei erinnert – mit ins Kalkül, dann wird verständlich, dass sich alle Hoffnungen auf eine Weiterentwicklung des einst „Königlichen Spiels“ auf ein Ausnahmetalent in Deutschland konzentrieren. Zieht man Vergleiche mit dem noch jungen norwegischen Weltmeister Magnus Carlsen und dem Schachboom, den er in Norwegen aber auch auf internationaler Ebene ausgelöst hat, wird klar, von was die Rede ist und welche Hoffnungen ein Talent wie Vincent bereits geweckt hat.

Dass sowohl Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler als auch die Eltern von Vincent Keymer bei der aufkommenden Euphorie um das deutsche Ausnahmetalent stark die Bremspedale bedienen, erscheint verständlich. Dem Interesse der deutschen Schachöffentlichkeit wird man allerdings nicht entfliehen können. Die Schachakademie Rhein-Neckar e.V. hat mittlerweile (Siehe Bericht nebst Fotos) ein erstes Sondertraining im Racket Center Nußloch unterstützt und ist bereit, Vincent auch weiter zu fördern. Auch liegt der Gedanke nahe, Vincent mit Anatoli Karpow in Kontakt zu bringen um eine Probe seines Könnens abzuliefern. Ideal erscheint der Zeitraum Anfang August 2015 im Umfeld der geplanten Jubiläumsfeierlichkeiten der Akademie. Wir werden weiter berichten.

Dieter Auer
1.Vorsitzender

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