RHEIN-NECKAR YOUNGSTERS

Nachdem bekannt wurde, dass der Internationale Meister Oleg Boguslavskyy  die Talentgruppe der Rhein-Neckar Schachjugend nach einem neuen Konzept wieder übernehmen würde, hat die Karpow-Schachakademie Ihre Fühler auch in Richtung Badische Sportjugend, Badischer Schachverband und Deutscher Schachbund ausgestreckt, um unter sachkundiger Anleitung ein  neues Konzept zu realisieren.

Das Ostercamp mit 52 jugendlichen Teilnehmern und 10 Betreuern im Racket Center Nussloch platzte zuletzt aus fast allen Nähten , und man ist sicher, dass diese Breitensportaktivitäten beste Voraussetzungen für eine Talentsichtung- und Förderung bieten.

Zur Zeit hat das Schachtalent Marco Dobrikov aus Sandhausen nach seiner Teilnahme bei der Jugend-Weltmeisterschaft in den Emiraten und seinem Abschneiden als bester Europäer das Interesse der Medien geweckt. Die Rhein-Neckar Zeitung und das SWR-Fernsehen hatten sich zuletzt um ihn bemüht.

Aber auch der 14-jährige Joel De Silva aus Mannheim zeigte sich verbessert und wird vom Bundesligisten SV 1930 Hockenheim in der kommenden Saison am Jugendbrett Mitglied des Kaders. Mit diesen Erfolgen steht der Name  des Trainers Oleg Boguslavskyy in direktem Bezug. Er hatte  Marco auch bei der WM täglich über Skype betreut und ist dank seiner Spielstärke und seinen pädagogischen Voraussetzungen erste Wahl für diese Position.

Nun aber soll dieses Einzeltraining in einer Jugendtalentgruppe seine Fortsetzung finden, die am Talentstützpunkt Racket Center Nussloch  mit Unterstützung der Akademie installiert werden soll. Neben einem regelmäßig durchzuführendem Gruppentraining steht als Neuheit auch die Idee eines Jugendteams mit dem Namen „RHEIN-NECKAR YOUNGSTERS“. Nach einer Meldung des Teams beim Badischen Verband wäre der Hauptvorteil darin zu sehen, dass die Theorie-Seminare in Praxis bezogenen Aktivitäten Ihre Fortsetzung finden würden.

Nicht zuletzt könnten die Erfolge des Bundesligisten SV Hockenheim geeignet sein, Schach in der Region weiter voran zu bringen. Als Tabellendritter hat man den Status „Graue Maus“ und „Hecht im Karpfenteich“ hinter sich gelassen und steht fortan in der Gruppe der Mitfavoriten, wenn es um den Titel Deutscher Meister oder die Plätze dahinter geht.

Unter diesen Aspekten wird sich auch die Strategie des Marketingteams des Vereins ändern. Im vierten Jahr der Zugehörigkeit wird man den Weg der „kleinen Schritte“ verlassen und an die Türen der Sportregion Rhein-Neckar e.V. denen der übergeordneten Organen klopfen.  Sowohl ein Team „Rhein-Neckar Youngsters“ wie auch der etablierte  Bundesligist mit der Schachlegende Anatoli Karpow an der Spitze sind mehr als geeignet, um den Namen Metropolregion Rhein-Neckar Schach bezogen national wie international zu vertreten und bekannt zu machen.

Auch das Sommerloch soll gut genutzt werden. Bereits die nächste Vorstandsitzung der Akademie wird über ein Trainingscamp unter Leitung von Oleg Boguslavskyy zu befinden haben. Zeitgleich hat sich Anatoli Karpow bereit erklärt die Deutschen Nationalspieler Rainer Buhmann, David Baramidze und Dennis Wagner zu coachen. Dies rief die Deutsche Nr. 1  Arkadi Naiditsch vom Deutschen Meister OSG Baden-Baden auf den Plan, der spontan sein Interesse und seine Mitwirkung signalisierte.

Eine Schachregion im Aufbruch?

Dieter Auer

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